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Agenda AU Germany 2013

Die Agenda der Autodesk University 2013, die dieses Jahr wieder in Darmstadt stattfindet, liest sich schon mal ganz toll – ich bin auf jeden Fall dabei und sehr gespannt auf die Veranstaltung.

Hier meine Favoriten – wie man sieht wird es mal wieder eine sehr schwierige Entscheidung, welche Sessions man ‘live’ besucht!

AEC 11:15 – 12:00 Raum: AEC Break Out 1a
Entwicklung einer BIM Strategie zur Vernetzung interdisziplinärer Prozesse unter Verwendung eines systematisierten Bauteilkataloges
Mark Jäckel (GOLDBECK GmbH)

AEC 14:45 – 15:45 Raum: AEC Hands On Training 3
Generatives Design bei Architektur- und Ingenieurbauwerken
Oliver Langwich (Contelos GmbH)

AEC 14:45 – 15:45 Raum: AEC Break Out 1c
BIM in der universitären Lehre: Eine Bestandsaufnahme
Prof. Peter Russell / Andreas Dieckmann (Lehrstuhl CAAD, RWTH Aachen)

AEC 14:45 – 15:45 Raum: AEC Break Out 2c
3D Laserscanning im industriellen Maßstab
Björn Kobes (IT Chain GmbH)

Die gesamte Agenda findet sich auf der offiziellen Seite der AU.

 

Learning from UK: National BIM Report 2013

In der Government Construction Strategy der britischen Regierung ist 2016 ein bedeutsames Jahr: ab diesem Zeitpunkt wird BIM in allen öffentlich beauftragten Projekten über 5 Mio £ Pflicht. Alle, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht das “Level 2 BIM” einsetzen, werden bei öffentlichen Vergaben keine Chance mehr haben. Dies regt natürlich die Planer wie auch ausführende Unternehmen nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Handeln an.

 

National Building Specification (NBS), eine Abteilung des Royal Institute of Britisch Architects (RIBA), hat bereits das dritte Jahr in Folge eine Umfrage zur Nutzung von BIM in der Bauindustrie durchgeführt. Die Ergebnisse sind sehr interessant, v.a. wenn man sie mit denen der letzten Jahre vergleicht. Es ist deutlich spürbar, dass die Briten was BIM angeht immer weiter weg von dem WARUM und immer mehr in Richtung WIE gehen. So wussten 2010 43% der Befragten nicht was BIM ist – heute sind es nur noch 13%. Diese Zahlen sprechen für sich – und für den Einsatz von RIBA und anderen Organisationen bei dem Umstieg auf BIM.

Die Umfrage liefert allerdings auch andere interessante Informationen: so glauben ganze 93% der Befragten, innerhalb der nächsten 5 Jahre auf BIM umzustiegen. Gleichzeitig zeichnet sich bei den BIM-Anwendern die Meinung ab, dass die von dem Umstieg erwarteten Vorteile nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden. So gibt die Mehrheit an, dass die Dauer der Planung verkürzt sowie Kosten (sowohl bei der Planung wie auch bei der Ausführung) reduziert werden können.
Nur 6% der BIM-Anwender bereuen den Umstieg.

Bezeichnend ist allerdings auch, dass trotz der großen Aufgeschlossenheit gegenüber BIM ein Großteil der Befragten dennoch findet, dass die Definition von BIM an sich unklar ist und dass hier noch Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Das Umdenken von der herkömmlichen CAD-Planung auf die ganzheitliche Planung in BIM erfordert noch viel Arbeit auch in Bereichen Wissensvermittlung und -management.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

NBS – National BIM Reports

RIBA – BIM Overlay to the RIBA Outline Plan of Work (PDF)

 

BIM-Infoveranstaltung der Architektenkammer NRW

Update:
Mittlerweile hat die AKNW einen ausführlichen Bericht sowie die Präsentationen der Vortragenden veröffentlicht. Diese finden sich auf der Homepage der AKNW.

Nach der ByAK zieht nun auch die AKNW beim Thema BIM nach: am 02.05.13 findet von 13.00 – 17.30 Uhr eine Infoveranstaltung mit namhaften Referenten wie Dr.-Ing. Thomas Liebich (AEC3), Prof. Dipl.-Ing. Hans-Georg Oltmanns (Oltmanns & Partner GmbH, Jade Hochschule) und Univ.-Prof. Dipl.-Ing. M.Arch. Peter Russell (RWTH Aachen) statt.

Die Veranstaltung wird zusammen mit der Ingenieurkammer-Bau NRW veranstaltet und ist als Weiterbildungsveranstaltung anrechenbar.

Aus allen Wolken – Revit in der Cloud

Zur Zeit ist eine sehr spannende Weiterentwicklung von Autodesk zu beobachten – auch wenn momentan nur Amerikanern mit Breitbandinternet vorenthalten. Die Rede ist von der Integration von Revit in Autodesk 360, die Autodesk Cloud. Seit einigen Tagen ist Revit 2014 nicht nur zum Download verfügbar, sondern wird in den USA auch als Online-Trial angeboten.

Getestet werden können die reguläre Revit Version wie auch Revit LT, wobei die einzige Einschränkung des Trials das deaktivierte Worksharing mit den Bearbeitungsbereichen ist.
Dateien, die im Rahmen des Trials verwendet werden, müssen vorher in Autodesk 360 hochgeladen werden.

Auch wenn das natürlich erster ein erster Schritt ist, finde ich die Richtung sehr spannend – ohne von Windows oder Hardwareressourcen abhängig zu sein, könnte man Revit sogar auf einem schlanken Rechner (oder gar iPad?) nutzen. Für gelegentliche Nutzer, Studenten oder als eine Lösung für Unterwegs auf jeden Fall sehr spannend!

Der Link für das Online Trial ist auf der regulären Revit 2014 Downloadseite nur für IP-Adressen aus den USA sichtbar.
Interessante Blogposts von Amerikanischen Kollegen zu diesem Thema:

http://labs.blogs.com/

http://bimboom.blogspot.de/

Revit auf dem Mac nutzen

Mac oder PC – bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Ich persönlich nutze beide: im Büro habe ich einen Windows PC, und zuhause möchte ich auf meinen Mac nicht verzichten. Doch leider  gibt es immer wieder einige Windows Programme, auf die man genauso wenig verzichten kann / möchte – wie zum Beispiel Revit. In solchen Fällen bietet es sich an, Windows als zweites Betriebssystem auf dem Mac zu installieren – seit Apples Umstieg auf Intel Prozessoren in 2006 ist das nicht schwieriger, als Windows auf einem PC zu installieren.

Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

1. BOOT CAMP

Der im MacOS integrierte Bootmanager ermöglicht eine einfache Installation von Windows und stellt automatisch die richtigen Gerätetreiber für die Apple Hardware zu Verfügung. Boot Camp wird für die Installation direkt im Mac OS aufgerufen und leitet einen anschließend Schritt für Schritt durch die Installation. Vor der eigentlich Installation wird man von Boot Camp aufgefordert, eine Partitionierung der Festplatte durchzuführen. Die Größe der einzelnen Partitionen kann selbst gewählt werden, allerdings nach der Windows Installation nicht ohne Weiteres geändert werden – man sollte die Windows Partition also nicht zu klein wählen. Mein Windows 7 64bit kommt mit Revit und MS Office auf ca. 30 GB reinen Platzbedarf, um die Performance nicht zu beeinträchtigen sollte man allerdings immer genügend freien Festplattenspeicher vorhalten.

Nach der Installation kann beim Starten des Macs durch das Gedrückhalten der alt-Taste zwischen den einzelnen Betriebssystemen gewählt werden.

Natürlich kann in den Voreinstellungen definiert werden, welches Betreibssystem automatisch gestartet werden soll, falls keine Vorauswahl getroffen wird.

Der größte Nachteil von Boot Camp wird allerdings hiermit auch deutlich – man muss sich für einen der beiden Betriebssysteme entscheiden, ein nachträgliches Switchen ist immer mit einem Neustart verbunden. Ansonsten funktioniert dieses Setup sehr zuverlässig und lässt nicht viel Unterschied zu einem ‘normalen’ PC spüren.

Kosten (neben Windows-Lizenz): keine

 

2. VMware Fusion 

Sagt einem das ‘Entweder-Oder’-Prinzip von Boot Camp nicht zu, so kann man zu Virtualisierungstools greifen. VMware Fusion ist mein persönlicher Favorit, da es sehr einfach zu bedienen ist und eine nahtlose Integration von Windows Programmen in das MacOS ermöglicht. VMware bietet kostenlose 30-Tage-Testversionen an, die über die Homepage heruntergeladen werden können. Das Praktische dabei ist, dass hierbei direkt die Boot Camp-Installation eingebuden werden kann – hat man also Windows bereits auf einer Boot Camp Partition laufen, kann man ganz bequem Fusion testen und jederzeit auch wieder zu Boot Camp zurück kehren, da die Installation intakt bleibt.

Nach der Installation kann man Fusion im Normalmodus nutzen, um wie gewohnt über seinen Windows-Desktop zu arbeiten.

Natürlich kann man hier auch im Vollbild-Modus arbeiten, so dass man den Look-and-Feel eines vollwertigen Windows-PCs hat. Über die Einstellungen in Fusion kann auch selbst bestimmt werden, wieviel Arbeitsspeicher bzw. wieviele Prozessoren Windows zu Verfügung stehen sollen.

Alternativ steht einem der Unity-Modus zu Verfügung, den ich persönlich sehr gerne nutze: hierbei werden die Funktionen des Windows-Startbuttons in der Statuszeile des MacOS integriert und die Windows-Programme werden nahtlos in die MacOS Oberfläche integriert.

Ich persönlich nutze Revit auf einem iMac 21″ 3.06 GHz Core i3 / 12 GB RAM / ATI Radeon HD 4670 256 MB unter VMware Fusion / Windows 7 64bit und bin mit der Leistung sehr zufrieden. Es ist allerdings anzumerken, dass ich Revit auf dem Mac in erster Linie für Lernzwecke und Tests nutze, und keine größeren Projekte damit bearbeite. Für diesen Fall wären auf jeden Fall mehr Arbeitsspeicher und ein leistungsfähigerer Prozessor notwendig.

Kosten (neben Windows-Lizenz): derzeit ca. 45 Euro für die Fusion 5 Lizenz

 

3. Parallels Desktop

Die dritte beliebte Möglichkeit, Windows Programme unter MacOS auszuführen ist Parallels Desktop, das auch sehr ähnlich wie VMware Fusion funktioniert und auch vergleichbare Optionen bietet. Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, bei Interesse kann man sich allerdings die 14-tägige Testversion herunterladen und auch in diesem Fall bequem unter Verwendung einer Boot Camp Installation testen, ohne Windows neu zu installieren.

Kosten (neben Windows-Lizenz): derzeit ca. 80 Euro für die Parallels 8 Lizenz, wobei oft Sonderaktionen angeboten werden

 

FAZIT: 

Die Virtualisierung bietet bei genügend Rechnerleistung das beste aus beiden Welten. Bei knappen Systemressourcen oder aufwendigen Projekten bietet Boot Camp den Vorteil, dass alle Ressourcen nur Windows zu Verfügung stehen. Idealerweise setzt man Windows unter Boot Camp auf,  bindet es anschließend in Fusion oder Parallels ein und hat so jederzeit die Möglichkeit, zwischen den beiden Methoden zu wechseln.