Autodesk veröffentlicht jedes Jahr Beta-Versionen von Revit (und natürlich auch anderen Programmen), die allerdings nur für ein ausgewähltes Publikum zugänglich sind. Alle Beta-Tester sind zudem zu Verschwiegenheit verpflichtet und dürfen über die neuen Features nicht öffentlich reden.
Letzte Woche hat Autodesk allerdings zum ersten Mal auch eine öffentliche  Revit-Beta unter dem Namen Revit Sundial veröffentlicht und damit eine richtige Twitter-Welle ausgelöst!

 

revit-sundial

 

Was ist nun Revit-Sundial?

Es handelt sich um eine Online-Version von Revit mit einer Reihe von neuen Features, die in der offiziellen Version 2015 nicht enthalten sind. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass Autodesk keinerlei Garantie abgibt, ab welcher Version die hier vorgestellten Features in dem offiziellen Release enthalten sein werden. Dennoch ist es sehr spannend offiziell sehen zu können, was sich hinter den Kulissen tut.

Da es sich um eine online Version handelt, müssen Sie nur einen kleinen Citrix Viewer installieren – leider gibt es diesen mal wieder nur in der Windows Version. Sie können den Installer auf der offiziellen Revit Sundial Seite herunterladen (ca. 1,3 MB).
Bei der Installation wird automatisch ein Revit Sundial Desktop Icon erstellt. Beim Start verbinden Sie sich mit den Autodesk Servern in den USA, Sie brauchen also auf jeden Fall eine schnelle und stabile Datenverbindung.

Folgende Features sind u.a. in Sundial enthalten:

  • Die letzte Einstellung “dünne Linie” wird nun in der Revit.ini Datei gespeichert
  • Revit erinnert sich an die letzte Einstellung für die Positionierung von DWG bzw. Revit Files (wie lange haben wir darauf gewartet!!). Die Erinnerung liegt allerdings offenbar nur im “Kurzzeitgedächtnis” und gilt jeweils nur bis zum Neustart.
  • Bemaßung, Referenzierung und Snapping bei verlinkten IFC Modellen
  • Suchfelder in dem Typselektor des Eigenschaftenfensters (erleichtert die Auswahl bei Platzierung neuer Familien)  sowie bei der Option “Andere Ansicht referenzieren” (bsplw. bei der Platzierung eines Schnitts oder eines Detailausschnitts)
  • Anzeige aller gesperrten Maße und Beziehungen (ähnlich zur Anzeige aller ausgeblendeter Objekte)
  • Neue Option im Familieneditor “in Projekt laden und schließen” (verhindert, dass die Familien im Hintergrund geöffnet bleiben)
  • Bessere Kontrolle über Wandverbindungen, es können gleichzeitig mehrere Wandanschlüsse ausgewählt und bearbeitet werden
  • Bessere Kontrolle bei der Platzierung von Schächten
  • Verbesserte Leistung bei der Bearbeitung komplexer Topographien
  • Eine Reihe von Funktionen, die in perspektivischen Ansichten bisher nicht verfügbar waren, wie Verschieben, Ausrichten, (Un)pinnen sowie die Möglichkeit, zwischen perspektivischer und paralleler Projektion zu wechseln
  • Automatische Generierung von untereinander verlinkten PDF Dateien
  • Integration von Project Solon für die Energieeffizienzanalyse von Gebäuden (mehr Infos zu Project Solon finden Sie hier)

Eine vollständige Übersicht aller Features erhalten Sie in der Offiziellen Features-Liste (Englisch).

Mehr Infos und Feedback zu dem Projekt: Inside The Factory Blog