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Category: Revit

Revit auf dem Mac nutzen

Mac oder PC – bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Ich persönlich nutze beide: im Büro habe ich einen Windows PC, und zuhause möchte ich auf meinen Mac nicht verzichten. Doch leider  gibt es immer wieder einige Windows Programme, auf die man genauso wenig verzichten kann / möchte – wie zum Beispiel Revit. In solchen Fällen bietet es sich an, Windows als zweites Betriebssystem auf dem Mac zu installieren – seit Apples Umstieg auf Intel Prozessoren in 2006 ist das nicht schwieriger, als Windows auf einem PC zu installieren.

Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

1. BOOT CAMP

Der im MacOS integrierte Bootmanager ermöglicht eine einfache Installation von Windows und stellt automatisch die richtigen Gerätetreiber für die Apple Hardware zu Verfügung. Boot Camp wird für die Installation direkt im Mac OS aufgerufen und leitet einen anschließend Schritt für Schritt durch die Installation. Vor der eigentlich Installation wird man von Boot Camp aufgefordert, eine Partitionierung der Festplatte durchzuführen. Die Größe der einzelnen Partitionen kann selbst gewählt werden, allerdings nach der Windows Installation nicht ohne Weiteres geändert werden – man sollte die Windows Partition also nicht zu klein wählen. Mein Windows 7 64bit kommt mit Revit und MS Office auf ca. 30 GB reinen Platzbedarf, um die Performance nicht zu beeinträchtigen sollte man allerdings immer genügend freien Festplattenspeicher vorhalten.

Nach der Installation kann beim Starten des Macs durch das Gedrückhalten der alt-Taste zwischen den einzelnen Betriebssystemen gewählt werden.

Natürlich kann in den Voreinstellungen definiert werden, welches Betreibssystem automatisch gestartet werden soll, falls keine Vorauswahl getroffen wird.

Der größte Nachteil von Boot Camp wird allerdings hiermit auch deutlich – man muss sich für einen der beiden Betriebssysteme entscheiden, ein nachträgliches Switchen ist immer mit einem Neustart verbunden. Ansonsten funktioniert dieses Setup sehr zuverlässig und lässt nicht viel Unterschied zu einem ‘normalen’ PC spüren.

Kosten (neben Windows-Lizenz): keine

 

2. VMware Fusion 

Sagt einem das ‘Entweder-Oder’-Prinzip von Boot Camp nicht zu, so kann man zu Virtualisierungstools greifen. VMware Fusion ist mein persönlicher Favorit, da es sehr einfach zu bedienen ist und eine nahtlose Integration von Windows Programmen in das MacOS ermöglicht. VMware bietet kostenlose 30-Tage-Testversionen an, die über die Homepage heruntergeladen werden können. Das Praktische dabei ist, dass hierbei direkt die Boot Camp-Installation eingebuden werden kann – hat man also Windows bereits auf einer Boot Camp Partition laufen, kann man ganz bequem Fusion testen und jederzeit auch wieder zu Boot Camp zurück kehren, da die Installation intakt bleibt.

Nach der Installation kann man Fusion im Normalmodus nutzen, um wie gewohnt über seinen Windows-Desktop zu arbeiten.

Natürlich kann man hier auch im Vollbild-Modus arbeiten, so dass man den Look-and-Feel eines vollwertigen Windows-PCs hat. Über die Einstellungen in Fusion kann auch selbst bestimmt werden, wieviel Arbeitsspeicher bzw. wieviele Prozessoren Windows zu Verfügung stehen sollen.

Alternativ steht einem der Unity-Modus zu Verfügung, den ich persönlich sehr gerne nutze: hierbei werden die Funktionen des Windows-Startbuttons in der Statuszeile des MacOS integriert und die Windows-Programme werden nahtlos in die MacOS Oberfläche integriert.

Ich persönlich nutze Revit auf einem iMac 21″ 3.06 GHz Core i3 / 12 GB RAM / ATI Radeon HD 4670 256 MB unter VMware Fusion / Windows 7 64bit und bin mit der Leistung sehr zufrieden. Es ist allerdings anzumerken, dass ich Revit auf dem Mac in erster Linie für Lernzwecke und Tests nutze, und keine größeren Projekte damit bearbeite. Für diesen Fall wären auf jeden Fall mehr Arbeitsspeicher und ein leistungsfähigerer Prozessor notwendig.

Kosten (neben Windows-Lizenz): derzeit ca. 45 Euro für die Fusion 5 Lizenz

 

3. Parallels Desktop

Die dritte beliebte Möglichkeit, Windows Programme unter MacOS auszuführen ist Parallels Desktop, das auch sehr ähnlich wie VMware Fusion funktioniert und auch vergleichbare Optionen bietet. Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, bei Interesse kann man sich allerdings die 14-tägige Testversion herunterladen und auch in diesem Fall bequem unter Verwendung einer Boot Camp Installation testen, ohne Windows neu zu installieren.

Kosten (neben Windows-Lizenz): derzeit ca. 80 Euro für die Parallels 8 Lizenz, wobei oft Sonderaktionen angeboten werden

 

FAZIT: 

Die Virtualisierung bietet bei genügend Rechnerleistung das beste aus beiden Welten. Bei knappen Systemressourcen oder aufwendigen Projekten bietet Boot Camp den Vorteil, dass alle Ressourcen nur Windows zu Verfügung stehen. Idealerweise setzt man Windows unter Boot Camp auf,  bindet es anschließend in Fusion oder Parallels ein und hat so jederzeit die Möglichkeit, zwischen den beiden Methoden zu wechseln.

Neuerungen in Revit 2014

Es gibt viel Neues im Hause Autodesk: so wurde heute nicht nur die neu gestaltete Website mit der überarbeiteten Corporate Identity vorgestellt, sondern auch die Neuerungen in den Programmversionen 2014. Leider wieder mal nur auf der internationalen Seite, ich hoffe autodesk.de zieht bald nach!

Für alle, die wie ich mit Spannung auf die Neuerungen in Revit 2014 gewartet haben, habe ich eine Zusammenfassung der neuen Features erstellt.

Noch ist kein offizielles Trial verfügbar – auf der USA Seite heißt es immerhin: Autodesk® Revit® 2014 software will be available soon.

Was ist also neu in Revit 2014 – abgesehen vom neuen Logo?

 

Meine TOP5:

– Explosionsdarstellungen von Gebäuden oder Bauteilen

– Polygonale Zuschneidebereiche / Detailansichten

– Vorgaben für Winkel bei Rohren / Kanälen

– Registarkartenanordnung von mehreren offenen Fenstern

– Überarbeiteter Materialeditor

 

 

Weitere Neuerungen:

 

ARCHITECTURE / ALLGEMEIN

– Verbessertes / schnelleres Rendern

– Verbesserte Verarbeitung von Punktwolken

– Verbesserte Bauteillistenformatierung

– Temporäre Ansichtsvorlagen

– Möglichkeit, die Ansichtslinie zu versetzen (analog zum Schnittwerkzeug, erzeugt leider keine abgewickelten Ansichten wie man zuerst vermutet)

– Maßketten mit Anzeigemöglichkeit einer zweiten Maßeinheit (imperial / metric)

– Verbesserte API

– Gruppenparameter

– Einbinden von CSV Tabellen in Familien

– Verbessertes Handling von Entwurfskörpern

 

MEP

– Eigene Projektvorlage ‘Sanitär’

– Eigenes Tool für die Platzierung von Endkappen

– Erweiterte Rohr- und Kanalberechnungen (über die API)

– Möglichkeit, Lüftungsauslässe direkt auf einem Kanal zu platzieren

– Verbesserte Treppen- und Geländeroptionen

 

STRUCTURE

– Verbesserte Modellierung von Bewehrung (z.B. Rundung) sowie verbesserte Platzierungsoptionen

– Verbesserte Kontrolle von Knotenpunkten im Skelettbau

– Verbesserte Beschriftung von Bewehrung (Beschriftung von mehreren Bauteilen mit einem Tag)

– Verbessertes analytisches Modell

 

 

Weitere Infos:

Heutiges Webcast (offizielle Ankündigung aller neuen Produktfeatures)

Offizielle Seite Autodesk USA (Produktfeatures Revit)

Sehr ausführlicher Blogartikel von David Light

 

Plus4revit – macht mehr aus Revit!

Einige vielversprechende Revit-plugins sind im Anmarsch:

http://plus4revit.blogspot.de/

Autodesk University Classes

Vor wenigen Tagen wurden die Videos von den Vorträgen auf der Autodesk University 2012 in Las Vegas veröffentlicht – wer also nicht dabei war, kann sich die Vorträge nun auch bequem zuhause ansehen:

Autodesk University Las Vegas

 

Darüber hinaus ist mittlerweile auch eine Reihe von Videos von der Autodesk University Germany vom 13. November 2012 online. Diese können hier abgerufen werden:

Autodesk University Germany

Besonders sehenswert im Hinblick auf Revit sind hier folgende Sessions:

    • Modellierung von Ingenieurbauwerken mit Revit 2013 – Dipl.-Ing. Oliver Langwich (Contelos GmbH)

 

    • Suite Workflows innerhalb der Building Design Suite: BIM und Visualisierung bzw. Animation. (Revit mit Showcase und Max, Echtzeitrendering, animierte Bauteile….) – Marcel Ludwig (Mensch und Maschine Zuberbühler AG)

 

    • Autodesk Revit im Zusammenspiel mit Facility Management – Dipl.-Ing. Oliver Langwich (Contelos GmbH) / Dipl.-Ing. Jan Hübner (OneTools GmbH & Co. KG)

 

    • Verwendung von eigenen Parametern in Revit Projekten – Ing. Wolfgang Sünder & Ing. Srecko Sljivic (werner consult Ziviltechnikergesellschaft mbH) (hier ist leider nur eine Präsentation und kein Video verfügbar, aber trotzdem ein guter Überblick zum Thema Parameter in Revit)

 

Revit: Ebenen vs. Referenzebenen

Ohne Ebenen wäre Revit wohl kaum vorstellbar. Anders als die Ebenen in AutoCAD, dienen die Ebenen in Revit nicht nur der Darstellung der einzelnen Geschosse – dies ist eigentlich eher eine Zusatzfunktion. In erster Linie sind Ebenen unsichtbare Referenzen, mit denen Wände, Möbel und andere Objekte verknüpft werden. Diese Verknüpfung bietet auch einen entscheidenden Vorteil: verändert sich die Geschosshöhe, wandern alle Elemente mit.  Klingt wie ein Traum! Doch leider stößt man oft an die Grenzen dieses Traums – bei all ihrer Flexibilität sind die Ebenen immer horizontal.

Hier kommen die Referenzebenen ins Spiel – diese können über eine Ansicht beliebig im Raum platziert. Nach der Platzierung der Referenzebene können beispielsweise Wände mit diesen verknüpft werden.