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Category: Allgemein

Autodesk Cloud Services

Die Cloud hat schon in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens Einzug gehalten und es gibt mittlerweile eine Reihe von Cloud Services und Apps von Autodesk, die reibungslos mit AutoCAD oder Revit funktionieren. Die Autodesk Cloud heißt bereits seit einiger Zeit nur noch 360 – als Zeichen dafür, dass es sich hier um einen zentralen Zugriffspunkt geht, in dem alle Anwendungen und Daten zusammen laufen.

Nach einer kostenlosen Registrierung auf http://360.autodesk.com erhält man sofortigen Zugriff auf die grundlegenden Dienste wie Speicherung, Bearbeitung und Worksharing inkl. 3 GB Speicherplatz.
Die Dateien können entweder direkt aus den Desktop Anwendungen, über das Browserfenster oder auch über die Mobile Apps, die großteils gratis sind, hochgeladen werden. Danach können die Dateien freigegeben und von allen Teammitgliedern bearbeitet und synchronisiert werden – egal, ob diese im Büro, auf der Baustelle oder zuhause sitzen.
Darüber hinaus hat man im Rahmen der Autodesk Subscription die Möglichkeit, Simulationen (wie etwa Energieanalyse oder statische Auswertungen für Revit) durchzuführen oder Renderings in der Cloud berechnen zu lassen. Durch die Verlagerung dieser rechenintensiven Arbeiten in die Cloud bekommt man nicht nur schnellere Ergebnisse, sondern kann seinen Computer währenddessen für andere Aufgaben nutzen.

Ich bin selbst ein großer Fan der Cloud und schätze die Vorzüge der zentralen Datenverwaltung sehr. Wer sich sorgen über die Sicherheit hinsichtlich der Verschlüsselung in der Autodesk Cloud macht, dem kann ich den Autodesk Security White Paper empfehlen, in dem die Sicherheitsvorkehrungen im Hinblick auf Verschlüsselung und Datenraub erläutert werden. Darin wird allerdings das Hauptproblem der heutigen Clouds nicht angesprochen: der USA Patriot act, der in Ausnahmefällen der USA-Regierung den Zugriff auf alle Daten gewährt, die auf Servern in der USA liegen bzw. von in den USA ansässigen Firmen verwaltet werden. Leider fallen sowohl Autodesk wie auch Amazon (auf dessen Servern die Autodesk Cloud betrieben wird) unter diese Klausel. Ich persönlich glaube, dass Cloud Computing sehr viel potential hat und sich früher oder später auf jeden Fall durchsetzen wird –  die Akzeptanz im europäischen Raum hängt allerdings zum großen Teil von einer datenschutzrechtlichen Lösung in Bezug auf den Patriot Act ab, da viele Großunternehmen sowie öffentliche Bauherren das Risiko nicht eingehen werden bzw. aufgrund von bestehenden datenschutzrechlichen Klauseln in Verträgen mit ihren Kunden auch nicht eingehen dürfen.
Im Bereich kleinerer bis mittlerer Architekturbüros halte ich die Cloud Lösungen allerdings auch zum jetzigen Zeitpunkt für bedenkenlos und sicher – es ist nicht davon auszugehen, dass Privathäuser oder verhältnismäßig überschaubare Gewerbeobjekte für die USA Regierung spannend sein könnten.

Im folgenden finden Sie eine kleine Übersicht der wichtigsten Autodesk AEC Anwendungen Abhängig von dem Gerät / Platform:

Sobald ich dazu komme, werde ich die Apps genauer unter die Lupe nehmen und in einem separaten Post erläutern.

 

AUGIWorld – April 2012

Die April-Ausgabe der AUGI World (Magazin der Autodesk User Group International) mit interessanten Infos über Neuerungen bei den Autodesk 2013 Produkten wurde veröffentlicht.

Das digitale Magazin kann kostenlos über folgenden Link bezogen werden:

http://www.augi.com/augiworld/current-issue

Autodesk geht unter die Grashüpfer

Auf dem Feld des parametrischen Designs spielten bisher  im Grunde nur zwei in der Profi-Liga mit: die Grasshopper-Erweiterung für Rhino und die Bentley Generative Components. Es war nur eine Frage der Zeit, wie lange Autodesk hierbei zusieht, bevor es einen eigenen Spieler auf das Spielfeld schickt. Bald ist es nun so weit: Dr. Robert Aish, die Koryphäe hinter Generative Components, hat in den letzten vier Jahren an einer ähnlichen Lösung für Autodesk gearbeitet: diese heißt DesignScript und soll im ersten Schritt für AutoCAD verfügbar sein. (( http://aecmag.com/index.php?option=content&task=view&id=472 )) Es ist durchaus anzunehmen, dass eine Implementierung in Revit sehr bald folgen wird.

Im Moment ist kein Veröffentlichungsdatum für DesignScript kommuniziert, laut dem AEC Magazine ist aber Ende September bei der Advances in Architectural Geometry Konferenz in Paris auch ein zweitägiger DesignScript Workshop geplant. Es bleibt also abzuwarten, was DesignScript zu bieten hat und v.A.wie gelungen die Integration in den Autodesk Produkten ist. Bei der derzeitigen Verbreitung von AutoCAD und Revit kann man durchaus davon ausgehen, dass AutoCAD sehr gute Chancen hat, unter den TOP3 im parametrischen Design mitzuspielen.

In der Zwischenzeit empfehle ich das Video zum DesignScript in der Autodesk University (kostenlose Registrierung erforderlich).

To BIM or not to BIM?

Fotolia_24076287_XSDas Thema Building Information Modeling ist schon länger in aller Munde, doch in der Praxis setzt sich das Prinzip in Deutschland eher schleppend durch. “Ein Gebäudedatenmodell für disziplinübergreifende Projektbearbeitung” – was am Anfang zukunftsweisend klingt, erweist sich in der Praxis oft als schwer umzusetzen. Aber warum?

Denken wir mal darüber nach, wie Planungsbüros heute funktionieren: Gezeichnet wird in 2D, da dies die logische Weiterentwicklung des Handzeichnens ist und von den meisten Absolventen gut beherrscht wird. Statt des Tuschestifts und des Zeichenblatts dient nun die Software – vor gar nicht so langer Zeit startete die CAD-Industrie mit diesem Konzept durch und sorgte für enorme Vereinfachung des Büroalltags. Für die Renderings zieht man parallel das 3D Modell in entsprechender Visualisierungssoftware hoch. Diese zwei Prozesse bleiben grundsätzlich getrennt, da der Austausch zwischen CAD und 3D Programmen nicht gerade sauber läuft, und beide auch gänzlich unterschiedliche Daten enthalten. Während die CAD Pläne auf der Liniendarstellung basieren und textliche Informationen enthalten, möchten wir, dass unsere Visualisierungen in erster Linie durch eine tolle Farb- und Materialkombination bestechen.

Nun kommt BIM und man erwartet natürlich die von den Softwareherstellern empfohlene Effizienzsteigerung. Sofort. Somit wären wir beim Problem angelangt.

BIM Software bietet sehr viel, doch sie erfordert auch spezielles Fachwissen und eine gewisse Einschulungsphase, da sie nunmal gänzlich anders als CAD funktioniert. Die Analogie zum Handzeichnen fällt komplett weg, was ein grundsätzliches Umdenken erfordert. Das Gebäudemodell wird mit einer Datenbank hinterlegt, die Eigenschaften wie Ressourcen und Kosten enthält. Dieser Datenpool muss natürlich erst richtig eingegeben und gepflegt werden.
Hatte man früher seine einmal definierten CAD-Standards, die i.d.R. die Layerstrukturen, Planköpfe und Plotstile enthielten, so brauchen wir bei BIM in erster Linie eine genaue Aussage darüber, welche Informationen das Gebäudemodell enthalten soll und wie diese eingegeben werden – denn die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. An diesem Punkt entsteht zur Zeit das neue Berufsbild eines BIM-Managers, der interdisziplinär das Projekt aus softwaretechnischer Sicht leitet und organisiert.

In den USA scheint sich das BIM Konzept auf jeden Fall schneller durchzusetzen: wie diverse Studien von McGraw Hill belegen, ist in den USA mittlerweile die Hälfte der Architekten von CAD auf BIM umgestiegen, und immer mehr Behörden setzen eine Projektbearbeitung in BIM-Software an (siehe auch: McGraw Hill – Construction Research and Analytics ).

Eines ist mittlerweile klar – die Zukunft liegt im BIM. Die Frage bleibt lediglich, was der effizienteste Weg dahin ist.