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Author: lejla

Online BIM-Magazine

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Zum Thema BIM gibt es leider vor allem auf dem deutschprachigen Markt noch recht wenig Literatur, geschweige denn Fachmagazine. Natürlich gibt es immer mehr und mehr Blogs, die sich mit dem Thema BIM beschäftigen, doch werden diese meistens von privaten Anwendern betrieben. Der Englischsprachige Teil des WWW bietet allerdings eine Reihe von offiziellen Magazinen und Fachartikeln, die oft sogar gratis verfügbar sind. Hier eine kurze Übersicht (über Ergänzungen freue ich mich natürlich!):

 

AUGIworld – nach einer kostenlosen Registrierung auf der internationen Seite der Autodesk User Group erhält man Zugang zu dem Mitgliedsbereich, in dem die monatlichen Ausgaben des AUGIworld Magazins im PDF Format hinuntergeladen werden können. Die Artikel handeln hauptsächlich von Autodesk Produkten und haben einen starken Praxisbezug.

 

AECMagazine – wird in UK veröffentlicht und kann nach einer Registrierung kostenlos im PDF Format hinuntergeladen werden.

 

JBIM – die halbjärhlich erscheinenden Magazine der National BIM Standard (NBIMS) und National Institute of Building Sciences (NIBS) handeln von allgemeinen Themen rund um BIM und BIM-Standards in den USA, was allerdings auch für uns nicht uninteressant ist. Die Magazine können kostenlos und ohne Registrierung im PDF Format hinuntergeladen werden.

 

BIM Journal – Online Magazin mit monatlichen Newslettern, das auch von der bulidingSMART unterstützt wird.

 

Building – die führende UK-Zeitschrift für den Bausektor bietet immer wieder Artikel zu Themen rund um BIM und hat sogar eine eigene Unterseite mit BIM-News. Die Online Artikel sind kostenlos, die vollständige Ausgabe kann auch digital abonniert werden und kommt auch mit einer App für das Smartphone / Tablet.

 

Smart Market Reports – die von McGraw Hill veröffentlichten Reports werden alle paar Jahre aktualisiert und richten sich nicht ausschließlich am amerikanischen Markt, sondern befassens ich auch mit globalen Themen rund um Bauen und BIM. Die aktuelle Ausgabe ist der Business Value of BIM in North America (2012), erwähnenswert ist allerdings auch The Business Value of BIM in Europe (2010) Getting Building Information Modeling to the Bottom Line in the United Kingdom, France and Germany.

Autodesk University Classes

Vor wenigen Tagen wurden die Videos von den Vorträgen auf der Autodesk University 2012 in Las Vegas veröffentlicht – wer also nicht dabei war, kann sich die Vorträge nun auch bequem zuhause ansehen:

Autodesk University Las Vegas

 

Darüber hinaus ist mittlerweile auch eine Reihe von Videos von der Autodesk University Germany vom 13. November 2012 online. Diese können hier abgerufen werden:

Autodesk University Germany

Besonders sehenswert im Hinblick auf Revit sind hier folgende Sessions:

    • Modellierung von Ingenieurbauwerken mit Revit 2013 – Dipl.-Ing. Oliver Langwich (Contelos GmbH)

 

    • Suite Workflows innerhalb der Building Design Suite: BIM und Visualisierung bzw. Animation. (Revit mit Showcase und Max, Echtzeitrendering, animierte Bauteile….) – Marcel Ludwig (Mensch und Maschine Zuberbühler AG)

 

    • Autodesk Revit im Zusammenspiel mit Facility Management – Dipl.-Ing. Oliver Langwich (Contelos GmbH) / Dipl.-Ing. Jan Hübner (OneTools GmbH & Co. KG)

 

    • Verwendung von eigenen Parametern in Revit Projekten – Ing. Wolfgang Sünder & Ing. Srecko Sljivic (werner consult Ziviltechnikergesellschaft mbH) (hier ist leider nur eine Präsentation und kein Video verfügbar, aber trotzdem ein guter Überblick zum Thema Parameter in Revit)

 

Revit: Ebenen vs. Referenzebenen

Ohne Ebenen wäre Revit wohl kaum vorstellbar. Anders als die Ebenen in AutoCAD, dienen die Ebenen in Revit nicht nur der Darstellung der einzelnen Geschosse – dies ist eigentlich eher eine Zusatzfunktion. In erster Linie sind Ebenen unsichtbare Referenzen, mit denen Wände, Möbel und andere Objekte verknüpft werden. Diese Verknüpfung bietet auch einen entscheidenden Vorteil: verändert sich die Geschosshöhe, wandern alle Elemente mit.  Klingt wie ein Traum! Doch leider stößt man oft an die Grenzen dieses Traums – bei all ihrer Flexibilität sind die Ebenen immer horizontal.

Hier kommen die Referenzebenen ins Spiel – diese können über eine Ansicht beliebig im Raum platziert. Nach der Platzierung der Referenzebene können beispielsweise Wände mit diesen verknüpft werden.

 

Autodesk Cloud Services

Die Cloud hat schon in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens Einzug gehalten und es gibt mittlerweile eine Reihe von Cloud Services und Apps von Autodesk, die reibungslos mit AutoCAD oder Revit funktionieren. Die Autodesk Cloud heißt bereits seit einiger Zeit nur noch 360 – als Zeichen dafür, dass es sich hier um einen zentralen Zugriffspunkt geht, in dem alle Anwendungen und Daten zusammen laufen.

Nach einer kostenlosen Registrierung auf http://360.autodesk.com erhält man sofortigen Zugriff auf die grundlegenden Dienste wie Speicherung, Bearbeitung und Worksharing inkl. 3 GB Speicherplatz.
Die Dateien können entweder direkt aus den Desktop Anwendungen, über das Browserfenster oder auch über die Mobile Apps, die großteils gratis sind, hochgeladen werden. Danach können die Dateien freigegeben und von allen Teammitgliedern bearbeitet und synchronisiert werden – egal, ob diese im Büro, auf der Baustelle oder zuhause sitzen.
Darüber hinaus hat man im Rahmen der Autodesk Subscription die Möglichkeit, Simulationen (wie etwa Energieanalyse oder statische Auswertungen für Revit) durchzuführen oder Renderings in der Cloud berechnen zu lassen. Durch die Verlagerung dieser rechenintensiven Arbeiten in die Cloud bekommt man nicht nur schnellere Ergebnisse, sondern kann seinen Computer währenddessen für andere Aufgaben nutzen.

Ich bin selbst ein großer Fan der Cloud und schätze die Vorzüge der zentralen Datenverwaltung sehr. Wer sich sorgen über die Sicherheit hinsichtlich der Verschlüsselung in der Autodesk Cloud macht, dem kann ich den Autodesk Security White Paper empfehlen, in dem die Sicherheitsvorkehrungen im Hinblick auf Verschlüsselung und Datenraub erläutert werden. Darin wird allerdings das Hauptproblem der heutigen Clouds nicht angesprochen: der USA Patriot act, der in Ausnahmefällen der USA-Regierung den Zugriff auf alle Daten gewährt, die auf Servern in der USA liegen bzw. von in den USA ansässigen Firmen verwaltet werden. Leider fallen sowohl Autodesk wie auch Amazon (auf dessen Servern die Autodesk Cloud betrieben wird) unter diese Klausel. Ich persönlich glaube, dass Cloud Computing sehr viel potential hat und sich früher oder später auf jeden Fall durchsetzen wird –  die Akzeptanz im europäischen Raum hängt allerdings zum großen Teil von einer datenschutzrechtlichen Lösung in Bezug auf den Patriot Act ab, da viele Großunternehmen sowie öffentliche Bauherren das Risiko nicht eingehen werden bzw. aufgrund von bestehenden datenschutzrechlichen Klauseln in Verträgen mit ihren Kunden auch nicht eingehen dürfen.
Im Bereich kleinerer bis mittlerer Architekturbüros halte ich die Cloud Lösungen allerdings auch zum jetzigen Zeitpunkt für bedenkenlos und sicher – es ist nicht davon auszugehen, dass Privathäuser oder verhältnismäßig überschaubare Gewerbeobjekte für die USA Regierung spannend sein könnten.

Im folgenden finden Sie eine kleine Übersicht der wichtigsten Autodesk AEC Anwendungen Abhängig von dem Gerät / Platform:

Sobald ich dazu komme, werde ich die Apps genauer unter die Lupe nehmen und in einem separaten Post erläutern.

 

BIM BAM BOOM

Eine interessante und anschauliche Stellungnahme von Patrick MacLeamy, CEO von HOK (US-amerikanische Planungsfirma mit internationalem Tätigkeitsfeld, mehr unter  http://www.hok.com ) zu BIM und den logischen Schlussfolgerungen für den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Das Inspirierende an internationalen BIM Spezialisten ist, dass sie sich nicht mehr mit der grundsätzlichen Frage beschäftigen müssen, ob BIM zukunftsweisend ist oder nicht
(da dies z.B. in den USA keine Frage mehr ist), sondern wie man den größten Nutzen daraus zieht.

Nach Patrick MacLeamy betragen bei $1 Planungskosten (BIM) eines Gebäudes die Herstellungskosten $20 (BAM – Building Assembly Model) und die Betriebskosten über die Lebensdauer des Gebäudes $60 (BOOM – Building Operation Optimization Model). Aus diesem Beispiel wird klar, dass der BIM Ansatz nicht nur in der Planungs- und Herstellungsphase, sondern auch vor allem im Bereich des Gebäudemanagements in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.